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Gute Nacht Geschichten
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Geschichten hört jeder gern. Große und kleine Kinder. Hier finden Sie Auszüge aus unseren beliebten Weihnachtsbüchern.


Die Himmelswerkstatt von Hans Toscano del Banner (Coppenrath)

Auf den höchsten Wolken, gleich unter dem Mond, erhebt sich ein riesengroßer strahlender Palast mit so vielen Fenstern, dass man sie gar nicht zählen kann. Zahllos sind auch seine Türme und rauchenden Schornsteine. In diesem Palast arbeiten die Engelein an den Weihnachtsgeschichten für die Kinder.

Die Himmelswerkstatt gibt es noch gar nicht so lange.

Eines Tages gab es im Wolkenpalast große Aufregung. Der Weihnachtsmann rief alle Engelein zusammen und hielt ihnen folgende Rede: „Liebe Engelein, ich hab vom Christkind den Auftrag erhalten, dafür zu sorgen, dass in Zukunft auch wirklich alle Kinder zu Weihnachten beschenkt werden. In der letzten Zeit soll es vorgekommen sein, dass da und dort tatsächlich ein paar zu wenig bekommen haben! Die Fabriken auf der Erde sind nämlich nicht imstande alle die Wünsche der vielen, vielen Kinder zu erfüllen. Da müssen wir, die wir schließlich dafür verantwortllch sind, dass in jeder Familie wahrhafte Feststimmung und Weihnachtsfreude herrscht, dafür sorgen, dass kein Kind enttäuscht wird. Ich kann natürlich nicht alles allein machen. Ihr müsst mir schon dabei helfen.

Pummelchen, du malst doch so gerne, du darfst die Schaukelpferde anstreichen. Und Rotschöpfchen, du hast mir gestern meinen Knopf so schön angenäht, du kannst dich an die Puppenkleidchen machen. Und den Schwipsi, den bringen wir bei den elektrischen Eisenbahnen unter, einverstanden? Der Mann im Mond hat mir schon erzählt, wie schön du seine Laterne wieder zurechtgebastelt hast!“ Eins, zwei, drei - schon waren die Arbeiten aufgeteilt und die Freude war bei allen groß.


Das Weihnachtsfest im Winterwald von Astrid Mola (Coppenrath)

„Hallo, wo seid ihr denn alle?“ Atemlos von dem Weg aus dem Dorf kommt die Kirchenmaus Ella im Wald an. Sofort läuft der dicke Fuchs Frisbi herbei, denn Ella hat immer so viel Interessantes aus dem Dorf zu erzählen, wenn sie ihre Cousine die Waldmaus Lena, besucht.

Lena will Ella entgegenlaufen, aber als sie den Fuchs sieht, kehrt sie sofort wieder um. Auch der Dachsjunge Rolf bleibt mit zitternden Barthaaren in sicherer Entfernung stehen. Ängstlich zum Fichs hinschnuppernd schaut der Hase Moppel aus seinem Bau. „So geht es ja nicht“, ruft die Kirchenmaus Ella. „Heute ist Weihnachten, da tun sich die Tiere doch nichts!“ „Was ist Weihnachten?", fragt Frisbi. „Ja, Weihnachten ist...“, fängt Ella an. „Ich habe gesehen, wie schon heute Morgen die Kirche ganz voll mit Besuchern war. Der Pfarrer hat gemeint, Weihnachten ist das Fest, bei dem sich alle vertragen. Die Leute sagen: ‚Das Christkind kommt!' Und Geschenke gibt es auch. Heute ist alles anders im Dorf, die Türen und Fenster der Häuser sind so schön geschmückt, so viele Lichter...“ Moppel wagt sich aus seinem Bau: „Ich will das Christkind sehen!“ „Und ich will sehen, was so anders ist“, sagt der Fuchs, der schon einmal nachts ins Dorf geschlichen ist. „Wie ist denn alles geschmückt?“ „Mit Tannenzweigen, mit leuchtenden Kugeln, mit...“, zählt Ella auf. „Wisst ihr was? Schaut es euch doch einfach selbst an! Ich zeig's euch, das macht mir Spaß. Wer will alles mitkommen?“


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